Wir leben Zukunft vor - Neue Wege in der Familien- und Seniorenarbeit

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey im Mehrgenerationenhaus Bad Rodach 30.08.2018, Foto: BMFSFJ photothek Inga Kjer

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey überzeugte sich am 30. August 2018 auf ihrer Sommerreise durch die Republik von der erfolgreichen Arbeit des dienstältesten Mehrgenerationenhauses in Bayern. Seit 2006 begegnen sich im Mehrgenerationenhaus Bad Rodach Menschen, die sich austauschen, unterstützen, voneinander lernen und miteinander lachen. Bei einem einstündigen Hausrundgang informierte die Bundesfamilienministerin sich über das bunte Leben und Wirken im Haus.

"Mehrgenerationenhäuser wissen, was Menschen bewegt"

Das Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach und die AWO Treffs in Rödental und Ebersdorf bei Coburg sind Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Die drei Treffs stehen allen Menschen offen – unabhängig von Alter oder Herkunft. Jede und jeder ist willkommen. Der generationenübergreifende Ansatz gibt den Häusern ihren Namen und ist Alleinstellungsmerkmal: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt.

Mehrgenerationenhäuser sind nah dran an den Menschen in ihrer Umgebung. Sie nehmen deren Bedürfnisse ernst und speisen diese ein in den kommunalen Diskurs. Durch ihren offenen und unkomplizierten Zugang erreichen sie auch Menschen, die Berührungsängste haben oder sich nicht zugehörig fühlen und können als Sprachrohr derjenigen fungieren, die sonst oft ungehört bleiben.

Die Mehrgenerationenhäuser fördern den Dialog, stärken echte Bürgerbeteiligung und damit den Zusammenhalt der Menschen vor Ort. Damit werden Sie zum wichtigen Partner ihrer Kommune bei der Planung zur Bewältigung des demografischen Wandels bzw. zur Sozialraumentwicklung.
(Auszug aus dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) (www.mehrgenerationenhaeuser.de).

Mittelpunkt jedes Mehrgenerationen-
hauses: der Offene Treff

Das Herz aller Mehrgenerationenhäuser schlägt im Offenen Treff. Hier kommen Menschen miteinander ins Gespräch und knüpfen erste Kontakte. Der Offene Treff ist Caféstube, Erzählsalon, Spielzimmer, Treffpunkt der Generationen und Wohnzimmer für alle. Hier können sich alle Interessierten mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen und zugleich vom Wissen und Können der anderen profitieren. Viele Projekte sowie Angebote der Häuser werden im Offenen Treff geboren.

Offener_Treff_Bad_Rodach_03.05.2017

Gemütlich beieinander sitzen auf dem Sofa im offenen Treff im Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach. Plaudern und Spass haben, Zeitung lesen oder sich über die Angebote informieren...

So vielfältig wie die Menschen: die Angebote im Mehrgenerationenhaus

Rund um den Offenen Treff unterhält jedes Mehrgenerationenhaus eine Vielzahl von Angeboten, die so vielfältig sind wie die Nutzerinnen und Nutzer selbst. Dazu gehören Betreuungs-, Lern- und Kreativangebote für Kinder und Jugendliche, Weiterbildungskurse für den (Wieder-)Einstieg in den Beruf, Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige und deren Angehörige, Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten und vieles mehr. Mehrgenerationenhäuser sind kompetente und verlässliche Partner für jedes Alter und in allen Lebenslagen.

Gymnastik_BadRodach_Trude_Pertsch_2017

Gymnastik mit Trude Pertsch, Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach...

Irene_Pilz_Englisch_24.07.2014

Englisch mit Irene Pilz AWO Treff am Bürgerplatz Rödental...

Unverzichtbare Basis: das freiwillige Engagement

Freiwillig Engagierte leisten in den Mehrgenerationenhäusern einen unverzichtbaren Beitrag. Sie sind es, die gemeinsam mit den Hauptamtlichen das Leben in den Häusern gestalten und damit zum Erfolg des Bundesprogramms beitragen. Freiwillige engagieren sich als Leihgroßeltern, geben Computer-Nachhilfe, veranstalten Deutschkurse oder stellen Theaterprojekte auf die Beine. Mehrgenerationenhäuser sind Anlaufstellen für alle, die sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten einbringen und für andere da sein wollen. Ohne dieses große freiwillige Engagement könnten viele Angebote in den Häusern nicht erbracht werden.

Reiner_Brueckner_Ebersdorf_10.02.2017

Eine Win-Win-Situation für alle Generationen: Kaffee trinken, Erfahrungen austauschen, Kontakte knüpfen, spielen und die Eltern-Kind-Beziehung stärken kann man im AWO Bürgertreff in Ebersdorf bei Coburg. Rainer Brückner und die Ehrenamtlichen Sabine König und Gisela Rychtar basteln alle zwei Wochen am Freitag nachmittag mit den jüngsten Besuchern des Treff, während sich die Mütter/Väter entspannen oder austauschen können. Ohne die Ehrenamtlichen käme dieses Angebot nicht zustande. ...

Fest verankert: das Mehrgenerationenhaus in der Kommune

Mit ihren Angeboten orientieren sich die Mehrgenerationshäuser an den bestehenden Bedarfen vor Ort. Hierbei stehen sie im engen Austausch mit der Kommune und stimmen sich mit den anderen Akteuren vor Ort ab. So werden Dopplungen vermieden, Angebotslücken gefüllt, und eine lebendige Vernetzung mit weiteren Akteuren wie Freiwilligenagenturen, Verbänden oder Kultur- und Bildungseinrichtungen betrieben. Synergien entstehen, die allen Beteiligten helfen und die Strukturen vor Ort stärken.

Marco_Steiner_Romme_03.2013

Bürgermeister Marco Steiner in der Romme-Kartenspiel-Runde im AWO Treff am Bürgerplatz in Rödental. Kaffee mit dem Stadtrat in ungezwungener Runde. Das überzeugt den Bürgermeister, Stadträtinnen und Stadträte von den vielfältigen Angeboten im Haus und dem Mehrwert für die Kommune. ...

20180830_Franziska_Giffey_u._Tobias_Ehrlicher

Auch Bürgermeister Tobias Ehrlicher - hier mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bad Rodach - ist begeistert: „Das Geld für das Mehrgenerationenhaus ist sehr gut angelegt. Das Haus ist Knotenpunkt für freiwilliges Engagement und leistet eine hervorragende Arbeit für Klein und Groß.“

Bernd_Reisenweber_Mittagstisch_2017

Bürgerkontakt einmal anders: Gerne folgte Bürgermeister Bernd Reisenweber der Einladung zum gemeinsamen Mittagstisch im AWO Bürgertreff Ebersdorf bei Coburg. Ein neues Angebot, das auf rege Nachfrage trifft. Die Mittagsgäste freuten sich, dass Bürgermeister Reisenweber sich die Zeit nahm und die Runde mit seiner Anwesenheit erfreute. Und umgekehrt eine gute Gelegenheit, sich von dem Angebot zum gemeinsamen Kochen und Essen sowie von der ungezwungenen Atmosphäre in der Einrichtung zu überzeugen.

hier geht es zu den AWO Treffs im Landkreis Coburg:

Generationen-Treff am Bürgerplatz Rödental

Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach

Bürgertreff Ebersdorf bei Coburg

Familienstützpunkt

 

AWO-Kreisverband Coburg e.V. - Hahnweg 154 - 96450 Coburg -
Telefon: 09561/230 676-0
Mail: Post at awo-coburg.de
- Internet: http://www.awo-coburg.de